Allgemein Borneo 2013 Malaysia

Wie man auf Borneo Bus fährt

Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge. Und Glauben muss man auf Borneo; Glauben, dass man schon irgendwie an sein Ziel kommt. Gibt es auf dem malaiischen Festland „richtige“ Busbahnhöfe mit vielen verschiedenen Busunternehmen, Routen, Zeitplänen und sogar der Möglichkeit die meisten Verbindungen bereits online zu buchen, läuft das auf Borneo anders. Hier hört man eher davon, dass angeblich ein Bus nach Ort X existieren soll und dann versucht man sein Glück. Für mich als Planungsfreak der blanke Horror!

Die Strecke Kota Kinabalu – Sandakan wird beispielsweise mehrmals am Tag bedient. Möchte man dort mitfahren und befindet sich – wie ich – nun beim Nationalpark Kinabalu sollte man zunächst ein Zeitfenster generieren, indem man Einheimische befragt, wann denn der Bus hier so vorbeifahren würde. Mein Ergebnis: Gegen 9 Uhr, mal früher, mal später. Also warte ich ab 8.30 beim Parkplatz des Nationalparks (gegenüber des Restaurants). Nun heißt es: Konzentration! Augen offen halten! Glauben, dass ein Bus kommt – und hält.

Das Wichtigste für alle Nachahmer: Glaube ist wichtig, aber verlasst euch nicht allein auf den Glauben, dass der Bus hält, nur weil ihr am Straßenrand mit Gepäck steht. Das kann nämlich schief gehen. An mir ist der erste Bus, der jedoch glücklicherweise nicht mein Ziel anfuhr, einfach vorbeigerast. Eine Strategie musste her. Und die lautete: Stell dich an den Straßenrand, winke hysterisch und wenn der Busbegleiter dich im Vorbeirollen (!) fragt, wohin du möchtest, brüll so laut du kannst dein Ziel. Erst dann wird gebremst und du darfst einsteigen.

Das Aussteigen ist hingegen deutlich einfacher und komfortabler. Man sagt dem Busbegleiter einfach, wo man hinmöchte (mein Ziel: Sepilok Junction) und wenn es soweit ist, hält der Bus und lässt dich raus. Das ging bislang immer gut, auch wenn ich ab und zu Angst hatte, dass der Busbegleiter mein Ziel vergessen haben könnte und daran vorbeifährt … – es ist mir noch nie passiert.

An der Sepilok Junction gibt es gleich mehrere Taxiangebote, die einen zum Orang Utan Sanctury bringen möchten. Da ich heute jedoch teuer nächtige, muss ich an anderer Stelle Geld sparen und beschließe daher zu Fuß zu gehen. Aber ich habe Glück! Eine freundliche Malaysierin hält und nimmt mich in ihrem Auto mit. Es sind zwar nur knapp drei Kilometer, aber mit Gepäck ziehen die sich ganz schön. Bin ich happy!

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Unterkunft: Sepilok Jungle Resort

Genächtigt habe ich im  → Sepilok Jungle Resort in einem teuren Deluxe Room mit Balkon. Beklagen kann ich mich nicht, denn soweit ist alles vorhanden. Allerdings ist das Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich mit anderen Unterkünften in Malaysia nicht so gut.

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Den Rest des Tages entspanne ich auf meinem Balkon. Erst morgen werde ich die Orang-Utans besuchen gehen. Ein guter Plan, denn am Nachmittag fängt es an, in Strömen zu regnen.

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