Südafrika Südafrika 2013

Panorama Route

Heute ist ein ganz besonders aufregender Tag für mich, denn meine geführte Reise durch Südafrika beginnt endlich. Vor mir liegen bestimmt faszinierende Erlebnisse, beeindruckende Landschaften und hoffentlich die Big 5. Aber auch Sorgen begleiten mich, weil mein Englisch nicht so gut ist. Meinen Tourguide gestern habe ich beispielsweise kaum verstanden. Ob das gut gehen wird?

Zunächst gönne ich mir aber ein leckeres Frühstück im Hotel. Heute ist sogar der Kamin an und das warme Feuer täuscht über die Kälte draußen hinweg. Obwohl ich wusste, dass in Südafrika derzeit Winter herrscht, war mir nicht bewusst, dass es nachts so kalt werden kann. Am Tag merkt man davon meist wenig, denn die Temperaturen sind frühlingshaft und die Sonne wärmt die Haut mit ihren Strahlen. Wie auch immer, es hilft alles nichts, denn ich muss schon am Morgen los und werde zum OR Tambo Hotel gefahren, dem Startpunkt der Reise.

Auf dem Parkplatz stehen bereits zwei weiße Trucks; ich bin jedoch die erste Person, die quasi „eincheckt“ und kann mir daher einen Sitzplatz und ein Gepäckschließfach aussuchen. Nach und nach trudeln die anderen Reisenden ein. Erster Smalltalk wird geführt: Wie heißt du? Woher kommst du? Ist das dein erstes Mal in Südafrika? – Und was muss ich feststellen? Obwohl dies keine ausgeschriebene ,Deutsch‘-Tour (d.h. mit Übersetzer) ist, ist die Hälfte der Anwesenden deutschsprachig.

Organisiert und durchgeführt wird die Reise übrigens von Nomad Africa Adventure Tours. Dabei habe ich mich für die „South African Explorer“-Tour  (mit festen Unterkünften) entschieden.

Meine bunt zusammengewürfelte Reisegruppe

Wer also reist sonst so mit Nomad? Da wäre ein Pärchen um die 30 aus Süddeutschland, ein Mädchen in meinen Alter aus der Nähe von Freiburg, eine Lehrerin Ende 30, ein Mann auf kleiner Weltreise (ich schätze Mitte 30) und eine Familie mit zwei Kindern. Mit mir also zehn Personen aus Deutschland. Dazu kommen noch ein älteres Ehepaar aus Barcelona (der Mann spricht ein bisschen Deutsch), zwei Freundinnen um die 40 aus Italien sowie zwei Freundinnen aus Belgien (wohl ebenso um die 40) und ein Mutter-Tochter-Gespann aus Argentinien mit deutschen Wurzeln, d.h. die Mutter spricht deutsch, die Tochter versteht es ein bisschen. Das ist also unsere mehr oder weniger internationale Truppe. Natürlich bemüht man sich, Englisch zu sprechen, so dass alle alle verstehen. Aber: Falls man der Sprache als Deutsche/r nicht so mächtig ist, hat man genügend Ansprechpartner. Also alles völlig easy.

Im Großen und Ganzen habe ich auf den ersten Blick eine recht lockere, bunt gemischte und sympathische Truppe erwischt. Im Truck – wir haben übrigens den Truck namens Michael Jackson (alle Trucks sind nach Künstlern benannt) – sitze ich neben dem Mädchen in meinem Alter. Sie hat erstmal beschlossen, dass wir nur noch Englisch reden werden, damit ich meine Sprachkenntnisse mal etwas trainiere. Na hoffentlich hilft es etwas.

Die Fahrt beginnt

Dann geht es auch schon los. Wir haben nämlich einen weiten Weg vor uns. Von Johannesburg aus fahren wir die Panorama-Route entlang bis zu unserer Unterkunft, der Timbavati Safari Lodge, in der Nähe der Kruger Nationalparks Dennoch ist genügend Zeit für einen Zwischenstopp bei einer Shopping Mall, um sowohl die Truck- als auch die privaten Vorräte aufzufüllen und bei Bedarf Geld abzuheben falls wir uns noch nicht mit Südafrikanischem Rand eingedeckt haben sollten.

Ansonsten gibt es soweit nicht allzu viel zu berichten. Wir sind wirklich sehr sehr lange gefahren und erst gegen 19 Uhr bei unserer Unterkunft angekommen. Allerdings haben wir natürlich diverse Stopps gemacht, z.B. um Mittag zu essen (Hot-Dogs) oder auch um zwei tolle Aussichtspunkte an der Panorama-Route zu genießen (Three Rondavels, Bourke’s Luck Potholes). Leider haben wir aber nicht an God’s Window gehalten, so wie es laut der Tourbeschreibung gemacht werden sollte. Ich denke, dass lag daran, dass es zu diesem Zeitpunkt schon dunkel war. Schade ist es trotzdem.

Zum Abendessen gibt es heute ein Buffet in der Unterkunft und dazu eine ‚traditionelle‘ Tanzaufführung von einer Truppe von jungen Mädchen. War schon ganz schön; jedoch wäre es noch besser gewesen, wenn wir auch ein paar Informationen über ihre Kultur bekommen hätten. Mein Highlight des Abends waren daher eher die Tiere, die sich frei auf dem Gelände der Lodge bewegen (z.B. so eine Art Warzenschwein).

Infos zur Tour

Die „South African Explorer“-Tour ist sicher eine der beliebtesten Reisetouren bei Nomad. In knapp drei Wochen kann man einen ersten Eindruck von Südafrika gewinnen. Die Tour führt von Johannesburg zum Kruger National Park und von dort aus weiter nach Swaziland. Danach geht es an der Küste bis Durban entlang. In den Drakensbergen und Lesotho ist dann Wandern angesagt. Anschließend geht es vorbei am Addo Elephant National Park erneut Richtung Meer. Schließlich folgt man der Garden Route bis Kapstadt, wo man seinen Aufenthalt unbedingt noch individuell verlängern sollte.

Die Tour kann man in beide Richtungen buchen. Zudem hat man die Wahl zwischen der Unterbringung in festen Unterkünften oder der Unterbringung in Zelten. Als ich die Tour gemacht habe, war die Gruppe diesbezüglich gemischt, was aber überhaupt gar kein Problem war. Denn spätestens, wenn der Hunger ruft, müssen eh alle zum Truck und sammeln sich dort, um über Gott und die Welt zu plaudern. Das Essen war übrigens immer sehr lecker, wenn auch einfach. Mittags gab es häufig nur einen kleinen Snack, aber abends wurde in der Regel herzhaft und deftig gekocht.

Alles in allem habe ich auf dieser Tour durchweg positive Erfahrungen gemacht und empfehle sie daher gern weiter.

Unterkunft nahe dem Kruger National Park

Timbavati Safari Lodge
Hoedspruit in 1380 Limpopo, Südafrika

 Lage ♥♥ —  Sauberkeit ♥♥ —  Ausstattung & Service♥♥ — Preis unbekannt

Im Rahmen der Tour mit Nomad habe ich hier leider nur eine sehr kurze Nacht hier verbracht, so dass nicht wirklich ein aussagekräftiger Eindruck entstehen konnte. Positiv überrascht war ich aber über die Größe und Geräumigkeit der Hütte. Auch war sie liebevoll dekoriert.

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1 Kommentar

  • Reply
    Zauberlehrling3
    11. September 2013 at 23:10

    Ich freu mich, dass du anscheinend eine sehr bunt durchmischte Reisetruppe erwischt hast und dich zur Not trotzdem mit beinahe jedem Zweiten von ihnen auf Deutsch verständigen kannst. 😉 Und das mit dem Englisch-Training ist sicher keine schlechte Idee. Mein Vater hat mich auch immer dazu angehalten, das mal mit Freunden zu machen, aber ich selbst habe mir einfach immer gedacht „Warum? Schließlich bin ich hier in Deutschland.“ Im Ausland sieht das gleich ganz anders aus. 😉

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