Südafrika Südafrika 2013

Gefährliches Wellenspringen im Indischen Ozean

Leider heißt es heute schon „Auf Wiedersehen, Swaziland!“, denn wir fahren zurück nach Südafrika, in den Küstenort Santa Lucia. Vorher müssen wir aber erneut die Grenze passieren – und dabei ordentlich Visa-Stempel kassieren. Mittlerweile habe ich schon fünf Stempel (Einreise Südafrika, Ausreise SA, Einreise Swaziland, Ausreise, erneute Einreise Südafrika) in meinem nagelneuen Reisepass. Juhu!

Unseren Lunch-Stopp verbringen wir heute nur wenige Minuten vom Meer entfernt. Und obwohl wir keine Badesachen anhaben, hüpft immerhin die Hälfte von uns (mehr oder weniger in voller Montur) trotzdem in den Indischen Ozean. Wir springen den Wellen entgegen, lassen uns auf der Oberfläche treiben und genießen die Sonnenstrahlen auf unserer Haut.

Als wir uns endlich vom Meer trennen können, spricht uns ein Südafrikaner an und fragt, ob wir lebensmüde wären. Wir verstehen nicht ganz, worauf er hinauswill und lassen uns von ihm erklären, dass es hier eine recht starke Strömung gibt. Noch gefährlicher seien aber die Krokodile und Haie. Um seinen Argumenten mehr Ausdruck zu verleihen, erkundigt er sich, ob wir außer uns irgendwen im Wasser gesehen hätten. Öh, nö, hatten wir nicht. Dennoch hatte ich mir keine Gedanken darüber gemacht, dass ich hätte als Tierfutter enden können. Bislang dachte ich, dass es die meisten Haie rund um Kapstadt geben würde. Jedenfalls hatte ich dort von Haiangriffen bzw. Todesfällen häufiger gelesen. Aber gut, der Mann muss es ja wissen. Er erklärt uns auch, dass im nahegelegenen St.-Lucia-See Krokodile leben. Da der See durch die Wetland Narrows mit dem Indischen Ozean verbunden ist, könnten sich die Krokodile also hierher verirren. Gruselig. Wir sind geschockt und glücklich, dass wir noch leben.

Hippo-Action im iSimangaliso-Wetland-Park

Am Nachmittag nehmen wir an einer rund dreistündigen Bootsfahrt auf der Lagune teil, um Krokodile und Nilpferde zu beobachten. Dabei werden wir von einer sehr freundlichen Guide-Damen begleitet, die viel erklären kann und den Fotoverrückten immer genügend Zeit lässt bzw. sozusagen noch einmal das Boot drehen lässt, so dass alle eine tolle Sicht haben. Tatsächlich sehen wir wirklich viele Hippos und einige Krokodile. Einfach nur toll! Natürlich ist es dann immer ein bisschen Glück, ob man die Hippos nur beim Faulenzen erwischt oder auch welche in Aktion beobachten kann.

Infos zur Tour

Die „South African Explorer“-Tour ist sicher eine der beliebtesten Reisetouren bei Nomad. In knapp drei Wochen kann man einen ersten Eindruck von Südafrika gewinnen. Die Tour führt von Johannesburg zum Kruger National Park und von dort aus weiter nach Swaziland. Danach geht es an der Küste bis Durban entlang. In den Drakensbergen und Lesotho ist dann Wandern angesagt. Anschließend geht es vorbei am Addo Elephant National Park erneut Richtung Meer. Schließlich folgt man der Garden Route bis Kapstadt, wo man seinen Aufenthalt unbedingt noch individuell verlängern sollte.

Die Tour kann man in beide Richtungen buchen. Zudem hat man die Wahl zwischen der Unterbringung in festen Unterkünften oder der Unterbringung in Zelten. Als ich die Tour gemacht habe, war die Gruppe diesbezüglich gemischt, was aber überhaupt gar kein Problem war. Denn spätestens, wenn der Hunger ruft, müssen eh alle zum Truck und sammeln sich dort, um über Gott und die Welt zu plaudern. Das Essen war übrigens immer sehr lecker, wenn auch einfach. Mittags gab es häufig nur einen kleinen Snack, aber abends wurde in der Regel herzhaft und deftig gekocht.

Alles in allem habe ich auf dieser Tour durchweg positive Erfahrungen gemacht und empfehle sie daher gern weiter.

Unterkunft in Santa Lucia

Shonalanga
Mc Kenzie Street in KZN (Santa Lucia), Südafrika

 Lage ♥♥ —  Sauberkeit ♥♥ —  Ausstattung & Service ♥♥ — Preis unbekannt

Ich hatte ein großzügiges Zimmer mit Kühlschrank, Wasserkocher, sauberem Bad und sogar einem kleinen Balkon.

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1 Kommentar

  • Reply
    Zauberlehrling3
    22. September 2013 at 13:50

    o.O Bist du verrückt?? Bloß gut, dass dein Schutzengel so gut auf dich aufgepasst hat!! Glück muss man haben. Nun gut, in Zukunft wird dieser Teil des Indischen Ozeans also nur von außen betrachtet. 😉

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