Südafrika Südafrika 2013 Swaziland

Endlose Fahrt nach Swaziland

Der Tag startet mal wieder sehr früh am Morgen. Wir haben schließlich einen sehr langen Weg vor uns. Das heißt: Lange im Truck sitzen und einfach nur fahren und fahren und fahren. Irgendwie langweilig, denn egal wie toll die Landschaft draußen sein sollte, das Gefahre führt bei mir lediglich zu unendlicher Müdigkeit.

Außerdem habe ich schlechte Laune, weil der Game Drive durch den Kruger National Park mit dem Nomad-Truck heute Vormittag ausfällt. Irgendwie ist das wohl zu teuer, weil wir ja gestern Abend den Park verlassen haben. So richtig verstehe ich das jedoch nicht, denn um diese Gebühren bzw. Parkeintrittsgelder wusste man doch vorher. Ich bin echt sauer! Und, wenn wir ehrlich sind, ist der Kruger Park einer der Höhepunkte auf einer Südafrikareise. Aber gut, ich kann nichts daran ändern. Vielleicht sollte ich lernen, Dinge, die nicht in meiner Macht stehen, einfach hinzunehmen und mich nicht – wie jetzt – endlos darüber aufzuregen.

Jedenfalls fahren wir stundenlang durch die Gegend. Es gibt nur wenige Zwischenstopps. Einer dient dazu, in einem Shopping Center die Vorräte aufzufüllen. Die Angestellten sind sehr höflich und zuvorkommend – auch wenn ich nicht weiß, ob sie ein kleines Trinkgeld erwarten. Ein Beispiel: Nachdem wir im Supermarkt eingekauft hatten, waren eine Mitreisende und ich noch im Getränkemarkt. Der Verkäufer sah, dass wir viel mit unserem Wasser (aus einem anderen Geschäft) zu schleppen hatten – jeder hatte einen 5l-Kanister – und brachte uns automatisch einen extra Einkaufswagen, den er nach dem Einkauf in seinem Laden bis zu unserem Nomad-Truck brachte. Das nenne ich wirklich mal Service.

Erst am sehr späten Nachmittag erreichten wir unsere Unterkunft in Mlilwane. Das Gelände ist wirklich sehr schön. Ich genieße die letzten Sonnenstrahlen des Tages und freue mich auf morgen. Da haben wir nämlich Freizeit und ich werde wohl mit einigen anderen eine kleine Wanderung unternehmen.

PS: Liebe Oma, ich bin bislang noch nicht verhungert. Heute gab es zum Abendbrot ein Pilz-Hack-Gemisch (okaaaay, die Pilze habe ich rausgesammelt), auf dem Kartoffelbrei und dann Käse war. Wie eine Art Auflauf. War lecker!

Infos zur Tour

Die „South African Explorer“-Tour ist sicher eine der beliebtesten Reisetouren bei Nomad. In knapp drei Wochen kann man einen ersten Eindruck von Südafrika gewinnen. Die Tour führt von Johannesburg zum Kruger National Park und von dort aus weiter nach Swaziland. Danach geht es an der Küste bis Durban entlang. In den Drakensbergen und Lesotho ist dann Wandern angesagt. Anschließend geht es vorbei am Addo Elephant National Park erneut Richtung Meer. Schließlich folgt man der Garden Route bis Kapstadt, wo man seinen Aufenthalt unbedingt noch individuell verlängern sollte.

Die Tour kann man in beide Richtungen buchen. Zudem hat man die Wahl zwischen der Unterbringung in festen Unterkünften oder der Unterbringung in Zelten. Als ich die Tour gemacht habe, war die Gruppe diesbezüglich gemischt, was aber überhaupt gar kein Problem war. Denn spätestens, wenn der Hunger ruft, müssen eh alle zum Truck und sammeln sich dort, um über Gott und die Welt zu plaudern. Das Essen war übrigens immer sehr lecker, wenn auch einfach. Mittags gab es häufig nur einen kleinen Snack, aber abends wurde in der Regel herzhaft und deftig gekocht.

Alles in allem habe ich auf dieser Tour durchweg positive Erfahrungen gemacht und empfehle sie daher gern weiter.

Unterkunft in Swaziland

Mlilwane Wildlife Sanctuary
Lobamba, Swaziland

 Lage ♥♥ —  Sauberkeit ♥♥ —  Ausstattung & Service ♥♥ — Preis unbekannt

Das Mlilwane Wildlife Sanctuary macht auf mich einen recht rustikalen Eindruck. Das Areal ist wunderschön und bietet einem Gelegenheit, die Gedanken treiben zu lassen und zur Ruhe zu kommen.

Ich schlafe in einer typischen Beehive hut in (Bienenkorbhütte). Innen sind diese für die Touristen komfortabel ausgestattet, d.h. mit zwei Betten und einem recht modernen Bad. Der „Eingang“ ist allerdings speziell und nichts für Personen mit Rückenbeschwerden. Ich glaube, die Tür ist so groß, dass ein Hobbit hindurchpassen würde. Ich hingegen krabble mehr als alles andere. Zudem muss ich nachts die Lücke zwischen Tür und Hüttenwand mit Decken oder ähnlichem abdecken, um mich vor hereinkommenden Mücken zu schützen. Wochen möchte ich hier daher nicht verbringen. Für ein, zwei Tage ist es aber eine interessante und irgendwie auch idyllische Unterkunft.

You Might Also Like...

Keine Kommentare

Neue Flaschenpost