Italien Venetien 2016

Entspannen am Gardasee

24h übern Gardasee!

Gestern haben meine beste Freundin und ich so viel von Verona gesehen, dass wir uns heute glatt erst einmal erholen müssen. Und wo kann man das besser als am Wasser? Also ab in den Zug! Nicht einmal eine halbe Stunde dauert die Fahrt von Verona nach Peschiera del Garda (3,35 € p.P.), unserem Startpunkt für die heutige Kaffeefahrt auf dem Gardasee.

Ich liebe (!) ja Schifffahren. Das könnte ich tagelang machen. Da das nicht so ganz im zeitlichen Rahmen liegt, mache ich es heute wenigstens stundenlang. Das ist auf dem Gardesee total einfach und umkompliziert, denn es gibt ein tolles 24h-Ticket der Navigazione Laghi (Navigarda). Nicht gerade preiswert, aber man muss über nichts nachdenken, also für den gestressten Reisenden unglaublich praktisch. Das Ticket für den südlichen Teil des Gardasses kostet pro Nase 23,40 € und gilt einen Tag lang für alle regulären Fährboote zwischen Desenzano del Garda bzw. Peschiera del Garda und Gargnano. Dazwischen liegen so viele kleine Ortschaften, dass man gar nicht schafft, überall auszusteigen.

Verschlafenes Lazise

Zuerst legt das Boot in Lazise an. Besonders erfreut mich das kleine Hafenbecken mit den bunten Booten, die sanft im Wasser schaukeln. Ansonsten ist das kleine, autofreie Städtchen, noch nicht erwacht. Auf der Piazza Vittorio Emanuelle II ist jedenfalls nichts los. Nach einem kurzen Rundgang haben wir bereits alles gesehen und steigen so in das nächste Boot.

Mit diesem schippern wir an der Küste entlang, halten kurz in Bardolino und Garda, überqueren schließlich einmal den Gardasee und erreichen Saló.

Saló – die Stadt mit dem tollsten Panoramablick

Schon von Weitem erkennt man eines der wichtigsten Gebäude in Saló, den Duomo di Santa Maria Annunziata. Da wir beide nicht besonders religiös sind und auch keine Lust verspüren, den sonnigen Tag im Inneren eines Gebäudes zu verbringen, lassen wir den allerdings links liegen und spazieren ein wenig durch die Gassen in Saló. Immer wieder treffen wir auf eine kleine Piazza, auf der der Blick zum See geöffnet wird. Toll! Im Vergleich zu Lazise ist hier auch mehr los. Schließlich kommen wir zu einem kleinen Stück Strand. Dort setzen bzw. legen wir uns auf den kleinen Bootssteg und ruhen ein bisschen aus. Der Blick von hier auf die Uferpromende ist wunderschön. Im Vordergrund ein Steg, dahinter der Dom und im Hintergrund die schneebedeckten Berge. Ich habe zwar nicht wirklich viel für Berge übrig, aber das Panorma, was sich hier bietet, finde ich schon toll. Auf dem Rückweg zum Fähranleger entdecke ich an der Uferpromenade eine kleine Treppe, die zum Wasser führt. Wie immer habe ich nichts Besseres zu tun als die Schuhe auszuziehen und meine Füße ins frische Nass zu halten. Noch etwas kühl, aber egal! Auch entdecken wir eine kleine Eidechse, die sich brav wie sie ist natürlich auch von uns ablichten lässt. Bevor es wieder zurück auf die Fähre geht, gibt es heute ein Eis von der Gelateria Blu Garda (Lungolago Zanardelli 26, ab 9 Uhr geöffnet). Im Internet hat die Gelateria hauptsächlich sehr gute Bewertungen bekommen, aber um ehrlich zu sein, war das Eis nicht besonders toll. Vielleicht hatten wir auch Pech und irgendwas hat mit der Kühlung nicht gestimmt, aber in meinem Eis waren mehrere schmeckbare Eiskristalle. Das darf – vor allem in einem Sahneeis – nicht sein. Zudem war das Eis noch teurer als in Verona. Sehr touristisch eben.

Sirmione

Die Fähre bringt uns am Nachmittag nach Sirmione und hält direkt in der Altstadt, die auf einer schmalen, weit in den Gardasee hineinragenden Halbinsel liegt. Bevor es dunkel wird, spazieren wir Richtung Catull-Grotten. Für eine Besichtigung ist es schon zu spät, aber der dort liegende Strand lässt uns entspannen und unsere Blicke über den Gardasee schweifen. Danach kehren wir in den Trubel zurück. In Sirmione ist von den besuchten Orten am meisten los. Das bedeutet: Es geht hier entsprechend touristisch zu. Aneinandergereiht wie auf einer Perlenkette gibt es Eisläden, Souvenirgeschäfte und diverse kleine Restaurants. Mittendrin thront das Skaligerkastell über das Geschehen. Leider haben wir es nicht besucht; dabei wäre bestimmt die Aussicht vom Turm aus ganz nett gewesen. Stattdessen lassen wir den Abend am Flussufer ausklingen und betrachten den Sonnenuntergang.

Am Ende des Tages nutzen wir die Fähre nach Desenzano del Garda, um von dort aus mit dem Zug zurück nach Verona zu fahren (4,40 € p.P.). Leider ist es schon dunkel, aber auch in Desenzano kann man sicher einiges entdecken. Mir reicht für heute allerdings ein Foto des Hafenbeckens bevor wir querfeldein zum Bahnhof laufen.

Warst du schon einmal am Gardasee? Welche Orte haben dir besonders gut gefallen? Schreib mir doch eine Flaschenpost!

Destination, Anreise & Transport

Der Gardasee ist der größte See Italiens und befindet sich im Norden des Landes. Drei Regionen haben Anteil am See: Trentino-Südtirol, Venetien und die Lombardei. Rund um den See bieten sich viele Aktivitäten an. Wassersport liegt nahe, aber auch Wanderungen und Spaziergänge durch die charmanten Städtchen gehören zu den Möglichkeiten.

Von Verona aus kommt man mit den Regionalbahnen 4 und 6 in weniger als einer halben Stunde an den Gardasee. Aussteigen kann man sowohl in Peschiera del Garda als auch in Desenzano del Garda. Die Züge fahren dann weiter nach Brescia bzw. sogar bis nach Mailand.

Über den See kann man dann beispielsweise mit der ⇒ Navigazione Laghi schippern.

Unterkunft in Verona

Ferienwohnung von Emanuela
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Via Timavo in 37129 Verona, Italien

 Lage ♥♥ —  Sauberkeit ♥♥♥ — Ausstattung & Service ♥♥♥ — Preis ♥♥♥

Dieses kleine Idyll eignet sich perfekt für einen Städtetrip alleine, zu zweit oder mit einem Kind auch zu dritt. Alles lief so, wie man es sich nur wünschen kann. Die Vermieterin hat im Vorfeld zügig und freundlich alle meine Fragen beantwortet. Und auch der Check-In klappte reibungslos. Als besonderes Extra wurden wir mit dem Auto vom Bahnhof abgeholt. Das war mit schwerem Gepäck eine Wohltat.

Die Wohnung erwies sich als gemütlich und wir fühlten uns wohl. Die Ausstattung war wie beschrieben, funktionierte und befand sich in einem sauberen Zustand. Besonders putzig sind die Katzen, die vor dem Haus oder im Hausflur herumlungern und sich teilweise auch streicheln lassen. Die Lage im Erdgeschoss war für mich anfangs komisch. Dadurch, dass es eine Seitenstraße ist und die Fenster Gitter haben, habe ich mich aber sehr sicher gefühlt.

Der einzige Nachteil der Wohnung ist eventuell ihre Lage, da sie sich nicht direkt im touristischen Zentrum Veronas befindet. Allerdings erfordert es nur einen kleinen Spaziergang über die Etsch und schon ist man in fünf bis zehn Minuten bei der Arena. Zudem befinden sich auf nahe gelegenen Via Venti Settembre genügend kleine Geschäfte sowie in etwa zehn Minuten Entfernung ein größerer Supermarkt. Für den kulinarischen Höchstgenuss empfehle ich einen kleinen Abendspaziergang zur Piazza San Tomaso zu unternehmen. Da kann man nämlich bei Salvatore richtig lecker Pizza schlemmen. Und zum Nachtisch gibt es um die Ecke bei Ballini gleich noch ein tolles Eis!

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