Allgemein Südafrika 2013

#19 Tsitsikamma Park (ohne Otter Trail)

Am Morgen sind wir in den Tsitsikamma Park gefahren. Und auch wenn ich nicht wirklich viel von diesem Park gesehen habe, möchte ich mal behaupten, dass er einen der schönsten Wanderwege in Südafrika umfasst bzw. sogar weltweit vielleicht diesbezüglich einen Platz in den Top 10 verdient hätte.
Unser Aufenthalt beginnt aus meiner Sicht schon wunderschön, da wir direkt am Meer halten. Endlich gibt es eine Vielfalt an Blau- und Türkistönen zu sehen, umrahmt von saftig grünen Bäumen und gelben, orange-braunen und grauen Felsen. Das volle Farbspektrum der Küste eben. Dazu dann das sanfte oder manchmal auch recht stürmische Rauschen des Meeres. Ein Traum. Hier könnt ich ewig bleiben. Aber für Stillstand ist wie immer keine Zeit. Gemeinsam mit zwei unserer Guides starten wir nämlich eine Rundwanderung auf dem Mouthern Trail, die uns zu drei, über dem Meer hängende Brücke führt. Diese Wanderung ist leicht und gleicht eher einem Spaziergang, da man den Weg auf Holzplanken abgeht, Nur einige Treppen sind zu überwinden.
An den Hängebrücken angekommen, staune ich nicht schlecht. Es ist kaum ein anderer Tourist außerhalb unserer Reisegruppe zu sehen. Ich dachte, dass es hier viel voller wäre. So aber kann eigentlich jeder mal für sich ein Stück auf einer der Hängebrücken gehen und spüren, wie sie ganz leicht unter dem eigenen Gewicht nachgibt. Ein zauberhafter Ort. Als ich auf der letzten der drei Hängebrücken entlanggehe, kann ich eine Gruppe Kajakfahrer im Meer entdecken. Die unternehmen eine actionreiche Tour und ich beschließe in diesem Moment, dass ich so etwas auch einmal machen möchte. Aber nicht jetzt, nicht heute. Dafür bin ich viel zu ungeübt und unerfahren, auch wenn man an dieser Tour bestimmt ohne große Vorkenntnisse teilnehmen darf. Die Kraft des Meeres sollte man jedoch nicht unterschätzen: die Wellen, die Strömung und nicht zu vergessen die scharfkantigen Felsen. Nicht nur ein Kajak sehe ich heute unter den Wellen verschwinden.

Nach der kleinen Einstiegswanderung dürfen wir einige Kilometer des Otter Trails bis zu einem Wasserfall gehen. LEIDER (mein größter Fehler auf der Reise) verzichte ich darauf, weil es mir – vor allem bei Steigungen – hinten in der Wade (beim Knie) schmerzhaft zieht. Irgendwie habe ich mir da was beim Sturz in Cintsa verzogen. Darüber bin ich im Nachhinein sehr traurig, auch wenn ich die Zeit, in der die meisten Mitreisenden den Otter Trail bestritten haben, schön verbracht habe. Gemeinsam mit dem älteren spanischen Paar (Oma -und Opaersatz ;)) gehe ich nämlich noch einmal ganz gemütlich den Mouth Trail entlang. Dabei nehmen wir uns nun auch die Zeit, die zwei, drei Abzweigungen abzulaufen. Besonders der Abstecher zum Kerneels Se Klip Rock (5 min) lohnt sich sehr. Dort machen wir dann unsere Lunchpause und der „Gefährliche Opa“, wie er sich selbst nennt, füttert zum Ärgernis seiner Frau zwei Möwen. Anschließend besichtigen wir erneut die Hängebrücken und spazieren dann zurück zum Parkplatz. Dort treffen wir auf das argentinische Mutter-Tochter-Gespann und entspannen noch etwas bis die anderen von ihrer Wanderung zurückkehren. Und dann ist dieser Tag leider auch schon vorüber …

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1 Kommentar

  • Reply
    Zauberlehrling3
    22. September 2013 at 14:40

    Und haben die Möwen euch auch so verflogt und bedrängt, wie uns die Berliner Spatzen?? 😛

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